Zu Besuch in Rombo

Sonntag, 12.04.2015

Heute ging es nach Rombo, unmittelbar an der Grenze Kenias. Schwester Maghret, die Oberin der Grail-Schwestern, hatte mich dazu eingeladen, ihre Familie dort zu besuchen. Ich fühlte mich natürlich geehrt und nahm die Einladung sofort an.

Bereits nach dem Frühstück ging es los. Normalerweise ist es mit dem Auto eine Stunde bis maximal eineinhalb Stunden Fahrt, wenn man davon ausgeht, dass nicht permanent ein Halt eingelegt wird. Ich fragte mich schon, warum wir dieses Mal den braunen Geländewagen mit der großen Ladefläche und den kitschigen Zebrasitzen benützen.

Den ersten Stopp legten wir in Kisangara bei einer Familie ein, die auch uns den Öfteren besucht. Hier wurden an einem angenehm warmen Sonntagmorgen zuerst einmal vier Ferkel eingekauft. Zu meinem Entsetzen wurden sie in Säcke gepackt und ordentlich zugeschnürt, doch trotz alledem konnte sich immer wieder eins befreien, weshalb wir wohlgemerkt auch wieder mehrere Pausen einlegen mussten.

Mit den Ferkeln auf der Ladefläche ging es dann wenige Häuser weiter, um noch Fenstergitter zu kaufen. Ich war ein wenig verdattert, denn ich wusste nicht, wozu das alles gut sein soll. Eigentlich dachte ich, wir würden der Familie unserer Oberin nur einen kurzen Besuch abstatten und dort zu Mittag essen.

Nach zahlreichen weiteren Zwischenstopps, weil man entweder wieder ein Ferkel auf der Ladefläche einfangen oder die Gitter kontrollieren musste, kamen wir endlich gegen halb eins in Rombo an. Wir fuhren viele kleine Sandwege durch Bananen- und Kaffeeplantagen, bis wir das Haus der Familie in mitten einer solchen Plantage erreichten. Zu meinem Erstaunen war es sehr frisch hier und ich war froh meine Jacke mitgenommen zu haben. Fast die ganze Familie von Schwester Maghret, ihre Mutter, ihr Bruder mit Familie sowie ihre Schwester, hießen uns freundlich Willkommen. Wir konnten uns gerade noch ins Haus retten, als ein starker Platzregen niederprasselte. Im Haus war bereits alles vorbereitet. Es gab karanga (dt. „Erdnüsse“) aus eigenem Anbau und dazu eine Soda, während das Mittagessen aufgetischt wurde.

Die Zeit verging wie im Fluge und wir mussten uns auf den Heimweg machen, denn wir wollten noch ankommen solange es hell war. Immerhin mussten wir hierbei nicht stoppen, sodass wir noch relativ früh ankommen. So habe ich also Rombo am Fuße des Kibos besucht.

  Die ganze Familie vereint